„Nur die Hausaufgaben haben wir noch nicht abgeschafft!“
Wie könnte man 215 quirlige Fünftklässler besser begrüßen als mit der Titelmelodie aus Pipi Langstrumpf und dem Klassiker „We will rock you“? Musiklehrerin Julia Kitzinger und ihre Musici aus der Bläserklasse 6, die ihre Instrumente erst seit einem Dreivierteljahr erlernen, beherrschen ihr Metier. Genau dies hob Schulleiter Martin Peppler zu Beginn seiner Begrüßung hervor, in der er dann alle Anwesenden willkommen hieß: „Ihr seid nun an einer neuen Schule, die deutlicher größer ist als Eure Grundschule. Ich verspreche Euch aber: Keiner geht hier verloren.“ Nun gehe es erstmal ums Kennenlernen, dann um den Unterricht mit neuen Fächern und unterschiedlichen Lehrern. Doch formulierte Peppler ebenso ein paar Wünsche: „Seid neugierig und offen. Habt Ausdauer, verzagt nicht zu schnell. Und gestaltet diese Schule mit, denn sie lebt von Euch knapp 1700 Schülerinnen und Schülern.“ Das Angebot der Kronberger Gesamtschule braucht sich wahrlich nicht zu verstecken: die Fülle an AGs (Arbeitsgemeinschaften), die technische Ausstattung im MakerSpace, die Schwerpunkte MINT, Musik sowie Sport, die Schulsanitäter und die SV (Schülervertretung) bieten genügend Gelegenheit, sich zu entfalten. Rasch noch ging Pepplers Dank an die Eltern dafür, dass sie sich für die Altkönigschule entschieden hätten, an die 9 Klassenlehrer/-innen der neuen Fünften sowie seine Unterstufenleiterin, ehe er die Bühne freimachte.
Mit Gesang und mitreißenden Worten begrüßten danach die drei Schulsozialarbeiter (eigentlich vier, denn Katja Illgen war erkrankt) die neuen Pennäler: Jakob Friedrichs, auch mit seiner Band „superzwei“ unterwegs, an der Gitarre, Mickey Wiese und Katia Montserrat singend, intonierten gemeinsam „Ich laufe, ich falle“, ein Lied, das von solchen Situationen wie dem Schulanfang inspiriert sei, wie Friedrichs später erklärte, die einem eben auch ein bisschen Angst machen könnten. Genau gegen diese Angst hatten sie die Geschichte vom Kind dabei, das immer dort, wo es in seiner neuen Schule etwas Gutes bemerkte, ein winziges Goldstück fand. Diese Goldstücke seien wie ein Glimmern, das uns die Angst nehme und zugleich dazu auffordere, selbst ein Lichtblick für andere zu sein, erläuterte Wiese hierauf und führte Unterstufenleiterin Susanne Starey als „Mutter des C-Baus“ ein.
Diese fragte sich in ihrer Ansprache, was das denn überhaupt bedeute: willkommen heißen. „Nachhause kommen, denn zuhause ist man willkommen.“ Und so solle auch der Campus C den Neuen als ihr schulisches Zuhause dienen: Es gebe zwar Regeln, doch laufe dort nicht immer alles glatt. Man könne gemeinsam lernen und neue Freunde finden und Zeit zum Spielen und Spaßhaben gebe es auch. „Ich bin für alle die Ansprechpartnerin und mein Raum hat die Nummer 112: 1 – 1 – 2, Hilfe eilt herbei!“ Doch bedeute „willkommen heißen“ auch ankommen: Auf ihrem Weg durch die neuen Gebäude, Fächer und Inhalte würden die Fünftklässler begleitet von jeweils 2 bis 3 Klassenpaten, den SymPaten, die mindestens ein Jahr lang an der Seite ihrer Gruppe blieben. „Seid neugierig und mutig und wagt schon den nächsten Schritt, ohne eure Eltern in eure Klasse zu gehen.“. Sagt’s und übergab an Chemielehrerin Jasmin Völkl, unter deren Aufsicht zwei MiLeNa-Schülerinnen die legendäre Elephantenzahnpasta auf der Bühne der prall gefüllten Aula der AKS herstellten.
Auch wenn natürlich alle Anwesenden vor allem eins wissen wollten: ‚Mit wem kommt wer in welche Klasse?’, bleibt die Einschulung ein feierlicher Moment, der nicht nur aus der Zuteilung in die neu gebildeten Klassen besteht, sondern auch die Vielfältigkeit der Schule abbildet. So gaben zwischendurch nicht nur die Sechstklässler mit ihrer Sportlehrerin Saskia Schmitt akrobatische Kunststücke zum Besten, sondern auch der AKS-Schulchor „Königskinder“ unter der Leitung von Musiklehrer Wolfram Gaigl sorgte mit seiner Darbietung des Songs „You raise me up“ für einen Gänsehautmoment.
Da war ja noch was von wegen Hausaufgaben … Die scheidenden Schulsprecher Wilko Sallandt und Noel Schreiber, frisch gebackene Abiturienten, ließen es sich ebenso wenig nehmen, Werbung für ihre AKS und deren SV zu machen: „Die SV sorgt sich um Eure Wünsche, Ideen und Probleme! Nur die Hausaufgaben haben wir noch nicht abgeschafft, auch unsere Macht ist begrenzt. Für uns endet das AKS-Buch hier, Ihr schlagt es heute wieder auf.“ Denn Schule mache viel mehr Spaß, wenn man sie selbst mitgestaltete, als alles anderen zu überlassen. „Dann wird aus einem ‚man könnte doch’ ganz schnell ein ‚wir machen das’“. Weise Worte und Beweis dafür, dass das Abitur zu Recht als Reifeprüfung gilt!
Daraufhin dankte Starey allen, die bei der Zusammenstellung der Klassen mitgewirkt hatten, den beiden Hausmeistern, der Technik-AG, den Schulsanis, dem Sekretariat sowie allen mitwirkenden Kolleg/-innen und schloss mit den Worten: „Genießt den Moment, der für immer bleibt!“ Sodann kamen die neuen Klassenlehrer/-innen sowie die Klassenpaten auf die Bühne, die jeweils ein T-Shirt unterschiedlicher Farben anhatten, um ihre Zugehörigkeit zu einer der neu gebildeten Klassen von Nahied Hashimi, Rita Eichmann, Tom Weisel und Anja Mechler, Herrn Bingsohn, Rebecca Büßer, Björn Hampl, Wolfram Gaigl und schließlich Bettina Lorenz zu kennzeichnen.
Es ist gute Tradition an der AKS, die Arbeit wichtiger Gremien und Einrichtungen der Schule den Eltern zu präsentieren, wenn die Kinder bereits ihre neuen Klassenzimmer bezogen haben. Und so stellten u. a. Bianca Meinke-Bulut die Arbeit des Schulelternbeirats vor, Nadine Kurth das FörderForum, das besondere Anschaffungen ermögliche oder Klassenfahrten, wo nötig, bezuschusse, Laurin Strößenreuther den Ausschuss für Soziales Lernen und Prävention oder Frauke Scheer die UNESCO-Aktivitäten. Zeit zum persönlichen Austausch fanden die Eltern alsdann im Campus C, um gegen halb eins mit ihren Kindern gemeinsam bei schönstem Wetter im Amphitheater vor dem Campusgebäude bunte Fähnchen zu schwingen, die Freude und Vielfalt zum Ausdruck bringen, zugleich aber auch ein Goodbye sind an die schöne Zeit als ABC-Schütze.