Unter dem Motto „Demokratie erleben“ diskutierten Schülerinnen und Schüler im Kronberger Rathaus am 25. Juni 2026 dort, wo bis vor einigen Jahren auch die Kronberger Stadtverordneten tagten, über den Vorschlag von Bundespräsident Steinmeier bzgl. der Verpflichtung aller jungen Menschen ab dem 18.lebensjahr einen einjährigen Gemeinschaftsdienst in z.B. Altersheimen, Krankenhäuser, Kitas oder auch der Bundeswehr abzuleisten.

Am Vortag diskutierten die Teilnehmer der „Parlamentsdebatte“ mit dem Kronberger Bürgermeister über Themen der Kronberger Kommunalpolitik und bekamen einen Eindruck wie herausfordernd die Arbeit der Kronberger Stadtverordneten ist, ob es um mehr Kita Plätze, die Unterbringung von Flüchtlingen oder die Ansiedlung von Unternehmen geht.

 Nachdem die Teilnehmer an den Vortagen „Fraktionen“ gebildet hatten und sich inhaltlich vorbereitet hatten, sowie der ehemalige Stadtverordnete Walther Kiep ihnen die Regel der Debatte – die Geschäftsordnung der Stadtverordneten –  erklärt hatte an die sich alle Teilnehmer zu halten hatten mussten, ging es los. Die Debatte begann mit der Einbringung eines Antrages, der sich inhaltlich an dem Vorschlag des Bundespräsidenten orientierte. Dafür standen 10 Minuten zur Verfügung. Hierzu musste der „Abgeordnete“ sich zum Rednerpult begeben und hatte zu beginnen mit „Herr Vorsitzender, verehrte Kolleginnen und Kollegen …Und schon kam die Gegenrede, wieder in der gleichen Form. Dann wurden Änderungsanträge gestellt. Fragen an die Redner gerichtet. Es wurde richtig hitzig: Gemeinschaftsdienst nein, ja, ja, aber, Bezahlung, Unterkunftskosten, Honorierung von bereits geleisteten Diensten bei der Feuerwehr oder DRK, und viele weitere relevante Punkte. Vor der Abstimmung über den Antrag, mussten die Änderungsanträge in den Antrag eingefügt werden. Dann wurde über den so geänderten Antrag abgestimmt: 100% Zustimmung. „Das hätte ich während der Auseinandersetzung nicht erwartet“, war eine der vielen Reaktionen.