Wie schnell eine kurze Unachtsamkeit im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben kann, erfuhren Schülerinnen und Schüler beim Verkehrssicherheitstag am 9. Juni an der AKS aus erster Hand. Die Veranstaltung richtete sich an die zehnten Gymnasial- und Realschulklassen sowie die neunten Hauptschulklassen (knapp 250 Schülerinnen und Schüler).

Organisiert wurde der Aktionstag vom Ausschuss für Soziales Lernen und Prävention (ASLP), der von ehrenamtlich engagierten Eltern getragen wird. Ziel war es, junge Menschen für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und ihnen wichtige Handlungskompetenzen für den Alltag zu vermitteln.

An insgesamt sieben Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen sammeln und mit Fachleuten ins Gespräch kommen. Eine Schülerin brachte den Tag so auf den Punkt: „Ich habe wirklich von jeder Station etwas gelernt  und bin dankbar für diese Erfahrungen.“ Augenöffnend war z.B. der tote Winkel bei LKWs. Gemeinsam mit einer Fahrschule konnten die Jugendlichen einen LKW aus nächster Nähe kennenlernen. Dabei erlebten sie anschaulich, welche Bereiche Fahrer:innen vom Cockpit aus einsehen– und vor allem, welche nicht. Viele Teilnehmende zeigten sich überrascht, wie groß die nicht einsehbaren Bereiche rund um ein Fahrzeug tatsächlich sind.

Das Deutsche Rote Kreuz vermittelte wichtige Grundlagen der Ersten Hilfe und machte deutlich, wie entscheidend schnelles und richtiges Handeln nach einem Unfall sein kann. Die Feuerwehr gewährte Einblicke in ihre Arbeit bei Verkehrsunfällen und stellte ihre Einsatztechnik vor.

Beim interaktiven Verkehrssicherheitsquiz konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen zu Mythen und Fakten von Alkohol im Straßenverkehr  testen und erweitern. Praktisch konnten die Jugendlichen mit sogenannten Rauschbrillen die Auswirkungen von Alkohol- und Drogenkonsum auf Wahrnehmung, Gleichgewicht und Reaktionsvermögen erlebten. Im Anschluss servierte der ASLP alkoholfreie Mocktails, denn leckere Drinks müssen keinen Alkohol enthalten!

Ganz anschaulich zeigte der ADFC wie sicheres Verhalten im Radverkehr funktioniert. Ein Überschlagssimulator führte eindrucksvoll vor Augen, welche Kräfte bei einem Unfall auf Fahrzeuginsassen wirken und wie sich angeschnallte Fahrzeuginsassen auch kopfüber selbst retten können.

Das Interesse an allen Stationen war während des gesamten Vormittags groß. Die zahlreichen Fragen, Gespräche und Reaktionen zeigten, dass die Angebote bei den Jugendlichen auf großes Interesse stießen. Immer wieder sorgten die praktischen Übungen und Vorführungen für echte Aha-Effekte und machten deutlich, wie wichtig Aufmerksamkeit, Rücksichtnahme und verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr sind.  Laurin Strößenreuther vom ASLP fasste es gut zusammen: „Die Jugendlichen sind jetzt Multiplikator:innen. Sie haben vieles gelernt, das sie weitergeben können und was in schwierigen Situationen helfen kann, das Richtige zu tun.“